• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Deutsch (DE-CH-AT)English (United Kingdom)
IMDS

Das Internationale MaterialDatenSystem (IMDS)

Nach geltenden gesetzlichen Regelungen für Altautos – ELV (End of Life Vehicle) – müssen sich Autos beinahe vollständig recyceln lassen. Dazu muss genau dokumentiert werden, aus welchen Materialien sich das einzelne Auto zusammensetzt. Dies bedeutet  eine präzise Dokumentation von bis zu 10.000 verwendeten Komponenten pro Modell.

Die ELV sieht eine Wiederverwendung und Verwertung von Altfahrzeugen von mindestens 95% des Fahrzeuggewichts bis zum 1. Januar 2015 vor. Um dies zu gewährleisten sind die Autohersteller und deren Zulieferer gefordert, die Materialdaten nachvollziehbar und eindeutig zu dokumentieren.

 

Die Entwicklung des InternationalenMaterialDatenSystems (eine Datenbank für Materialdatenblätter) zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und Richtlinien.

 

Die Selbstverpflichtung der Automobilindustrie im Hinblick auf die zukünftigen gesetzlichen Regelungen der europäischen Altautoverordnung führte zur Entwicklung des Internationalen MaterialDatenSystems IMDS. Das IMDS ist eine gemeinsame Entwicklung der Firmen Audi, BMW, DaimlerChrysler, Ford, General Motors, Porsche, VW und Volvo. Weitere Automobilhersteller wie Fiat, Hyundai, Isuzu, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Renault, Suzuki, und Toyota sind inzwischen dem Team beigetreten, mit anderen Unternehmen werden Gespräche zur Teilnahme am IMDS geführt.

Die von den Automobilherstellern aufgebaute Materialdatenbank wird künftig die Wiederverwertung von Altautos erleichtern. Das internetbasierte System IMDS bietet die Möglichkeit, alle für das Recycling relevanten Daten eines Fahrzeugteils in Form von Materialdatenblättern in einer Datenbank zu sammeln. IMDS ermöglicht die Materialdaten über die gesamte Lieferkette hinweg einfach zu erfassen, transparent darzustellen und sicher weiterzugeben:

Das IMDS-System bietet: Daten auf Materialblättern; Datenbank; Vereinfachte Informationsweitergabe; Materialdaten über gesamte Lieferkette; Vereinfachte Informationssammlung.

 

HP und imds professional

Im Auftrag der Automobilhersteller hat HP das IMDS im Jahr 1999 entwickelt. HP stellt den Betrieb des Systems sicher und sorgt für die kontinuierliche Weiterentwicklung. (Weitere Informationen finden Sie auf den offiziellen IMDS-Seiten von mdsystem.com)

imds professional
ist von HP autorisierter Bildungspartner für das IMDS in Europa. Seit Einführung des Internationalen MaterialDatenSystems im Jahr 2000 führt imds professional IMDS-Schulungen als Partner von HP durch.

Weltweiter Einsatz des IMDS

Mittlerweile sind mehr als 141.000 Nutzer in ca. 71.800 Unternehmen registriert und erzeugen ein Volumen von über 25 Millionen Materialdatenblättern (Stand 2008).

Das internetbasierte System bietet die Möglichkeit, alle für das Recycling relevanten Daten eines Fahrzeugteils in Fom von Materialdatenblättern in einer Datenbank zu sammeln. Die dem Verbund angeschlossenen Unternehmen und deren Partner in der Zulieferindustrie verfügen damit über Informationen zu allen verwendeten Materialien, so dass die gesetzlichen Auflagen für ein umweltverträgliches und ressourcenschonendes Recycling erfüllt werden.

Das IMDS ermöglicht entlang der Lieferketten eine lückenlose Dokumentation der im Fahrzeugbau verwendeten Werkstoffe und deren Archivierung und Verwaltung. So können Automobilhersteller und Zulieferer nationalen und internationalen Normen, Gesetzen und Verordnungen genügen. Das IMDS hat sich bereits zu einem weltweiten Branchenstandard entwickelt.

 

 

 

  
Sind Sie gewappnet für die neue EU-Chemikalien-verordnung?

Als Zulieferer der Automobilindustrie sind Sie von der gesetzlichen EU-Altautoverordnung (2000/53/EG) betroffen. Das bedeutet für Sie, dass Sie Ihre Materialdaten im IMDS-System zu bearbeiten und in Kürze zusätzlich auch REACh-Anforderungen zu erfüllen haben.

Beratung und Seminare rund um REACh - speziell für den Automotive-Bereich.