24. Mai 2016 Publiziert in Neuigkeiten & Termine geschrieben von 

Informationen vom CLEPA Materials Regulations Event

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Im April waren wir als Partner von Hewlett Packard Enterprise (HPE) mit einem Stand auf dem CLEPA Materials Regulations Event im Kurhaus Bad Homburg vertreten. Wir haben uns über die vielen interessanten Gespräche mit Kunden und anderen Besuchern gefreut. Unter anderem konnten wir in einer Präsentation zeigen, wie sich das Tool IMDS-a2 von HPE nutzen lässt, um Stücklisten automatisiert in das IMDS einzupflegen. Über die Zeitersparnis gegenüber der manuellen Eingabe sowie weitere Vorteile und Möglichkeiten der Lösung haben wir rege diskutiert. Die Präsentation können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Die Vorträge auf der Veranstaltung waren ebenfalls sehr interessant. Wir haben viele Informationen mitgenommen, die für Sie relevant sind und die wir an dieser Stelle an Sie weitergeben wollen.

So wird im November dieses Jahres das neue Release 11 veröffentlicht. Integriert darin wird der sogenannte Chemistry Manager, der es Unternehmen erleichtern soll, verwendete Chemikalien nachzuweisen und zu berichten. Wir bieten Ihnen ab Sommer Informations-Webinare und ab Herbst dann Schulungen sowohl als Webinar als auch als klassisches Seminar zum neuen Release an. Die Termine finden Sie jeweils in den aktuellen Schulungsplänen.

Ein wichtiges Thema waren die Stockholmer Konvention und die EU-POP-Regulierung. Beide gelten bereits seit 2001 bzw. 2004, allerdings war die Automobilindustrie von den Regelungen bisher nicht betroffen. Die Vereinbarungen regeln den Umgang mit bzw. das Verbot von persistenten organischen Schadstoffen, die nur langsam abgebaut werden und teilweise krebserregend oder hormonverändernd sein können. Seit 2014 steht nun das Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD oder HBCDD) auf der Liste und für 2017 ist das Verbot des Flammschutzmittels Decabromdiphenylether (DecaBDE), das unter anderem in Fahrzeugen eingesetzt wird, im Gespräch. Auch zu diesem Thema bieten wir demnächst Webinare an.

Weitere Themen:

GADSL-Entwicklungen

  • Im Februar wurden 157 Substanzen auf der Liste überarbeitet bzw. hinzugefügt oder gelöscht.
  • Die bisherigen drei Dokumente („GADSL Document“, „Reference List“ und „Guidance Document“) wurden in zwei zusammengefasst („GADSL Guidance Document“ und „GADSL Reference List“).
  • Im August wird es ein weiteres Update geben wegen REACH und es wird überprüft, ob alle Biozide aus der EU-Verordnung 528/2012 abgebildet sind.

GLAPS-Status

  • Es wird eine Global List of Automotive Process Substances erarbeitet, da aktuell jeder OEM seine eigene Liste führt; dies soll vereinheitlicht werden.
  • Im Fokus sind Fertigungsteile, die (zum Teil) im Endprodukt verbleiben, Produktionsausrüstung, Prototypen, die Instandhaltung und Reparatur von Produktionsteilen sowie chemikalische Produkte für den Zubehörmarkt.
  • Die Liste wird ähnlich aufgebaut wie die GADSL und enthält vier Klassifizierungen: P für verboten, R für berichtspflichtig, U für unbekannt und N für nicht berichtspflichtig.
  • Es werden noch Mitwirkende für das Steering Committee und die regionalen Teams gesucht.
  • Die Liste wird zunächst nicht ins IMDS integriert.

Aktuelle Änderungen in der ELV

  • In 2016 erfolgt die 7. Überarbeitung von Annex II, diesmal im Fokus: das Verbot von Schwermetallen. Davon betroffen sind die Ausnahmen 8e, 8f, 8g, 8h, 8j und 10d.

ELV-Entwicklungen in asiatischen Ländern

  • Japan: JAMA Gentleman’s Agreement gilt seit Januar 2005, betrifft alle Fahrzeuge der Klassen L, M und N, verboten sind Blei, Quecksilber, Kadmium, Chrom VI.
  • Korea: Korea ELV Recycling Regulations, gilt seit Januar 2008, betrifft Fahrzeuge der Klassen M1 und N1, verboten sind Blei, Quecksilber, Kadmium, Chrom VI, Recycling- und Wiederverwertungsquoten von 85 bzw. 95 Prozent.
  • China: China ELV Management Requirements, gilt seit Januar 2016 für alle neuen Typen, ab Januar 2018 für alle neuen Fahrzeuge, betrifft Fahrzeuge der Klasse M1 aus der inländischen Produktion, verboten sind Blei, Quecksilber, Kadmium, Chrom VI, Polybromierte Biphenyle (PBB) und Polybromierte Diphenylether (PBDE). Zusätzlich gilt seit 2010 (neue Typen) bzw. 2012 (neue Fahrzeuge) die China Compulsory Certification für importierte Fahrzeuge der Klassen M1 und N1, mit der seit Januar 2015 (neue Typen) bzw. ab Juni 2016 (neue Fahrzeuge) ebenfalls die oben genannten Substanzen verboten sind.
  • Indien: Indian ELV, wird voraussichtlich 2017 kommen, soll für die Fahrzeuge der Klassen M1, L1 und L2 gelten, Wiederverwertungsquote von 85 Prozent, Recycelquote von 80 Prozent, verboten werden Blei, Quecksilber, Kadmium, Chrom VI.
  • Malaysia: Malaysian Standard, kommt voraussichtlich 2022, soll für Fahrzeuge der Klassen M1 und N1 gelten, Wiederverwertungsquote von 95 Prozent, Recycelquote von 85 Prozent, verboten werden Blei, Quecksilber, Kadmium, Chrom VI.

REACH News

Verordnung über Biozidprodukte (BPR, Verordnung Nr. 528/2012)

  • Gilt seit September 2013 und reguliert Produkte, die Organismen bekämpfen (z. B. Schädlinge oder Bakterien).
  • Im September 2016 und im März 2017 stehen die nächsten Deadlines an.

Alle Präsentationen von der Clepa-Veranstaltung können Sie unter http://clepa.eu/events/201604-materials-regulations-event/ herunterladen.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern telefonisch unter 06083 / 913030 oder jederzeit per E-Mail an info@imds-professional.com.

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Letzte Änderung am Montag, 26 September 2016 11:44

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