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TSCA
Die US-amerikanische Toxic Substances Control Act (TSCA) steht vor wichtigen Änderungen. Für Hersteller, Importeure und Lieferkettenmanager bedeutet das: neue Berichtspflichten, strengere Risikomanagementregeln und mögliche Reformen. Hier sind die zentralen Punkte:
1. Gebührenregelung läuft aus – Reformen möglich
Die Befugnis der EPA zur Erhebung von TSCA-Gebühren endet im September 2026. Industrieverbände fordern eine umfassende Reform, während Umweltgruppen vor einer Abschwächung des Chemikalienschutzes warnen. Unternehmen sollten mögliche Änderungen im Blick behalten.
2. Neue Risikomanagementregeln und Bewertungen
- Sektion 6 (bestehende Chemikalien):
- Gerichtsurteile zu Methylene Chloride und Chrysotile Asbest erwartet.
- Geplante Regeln für Perchloroethylen, Trichlorethylen, Carbon Tetrachlorid.
- Finalisierung für 1-Brompropan, NMP und Pigment Violet 29.
- Vorschläge für Formaldehyd, HBCD und weitere Stoffe folgen.
- Sektion 6 Bewertungen:
- Finalisierung für zwei chlorierte Lösungsmittel, neue Bewertungen für neun Stoffe.
3. PFAS-Berichtspflichten
Unter TSCA Sektion 8(a)(7) müssen Hersteller und Importeure von PFAS zwischen April und Oktober 2026 umfassende Daten melden. Die EPA erwägt Erleichterungen (z. B. Ausnahmen für Artikel), aber Unternehmen sollten sich auf die volle Berichtspflicht vorbereiten.
4. Änderungen bei Neuzulassungen (Sektion 5)
Die EPA verschärft die Anforderungen für Premanufacture Notices (PMNs) und Significant New Use Rules (SNURs), insbesondere für PFAS und persistente Chemikalien. Neue SNUR-Batches sind bereits in Kraft.
5. Transparenz und CBI-Fristen
Die 10-Jahres-Frist für Confidential Business Information (CBI) läuft aus. Unternehmen müssen Verlängerungsanträge rechtzeitig stellen, um den Schutz vertraulicher Daten zu sichern.
6. Inter-Agency-Kooperation EPA ↔ OSHA
Die Abstimmung zwischen EPA und OSHA wird neu strukturiert, um Chemikaliensicherheit am Arbeitsplatz besser zu koordinieren.
Handlungsempfehlungen für Unternehmen
- PFAS-Berichtspflichten vorbereiten
- Neue Risikomanagementregeln verfolgen
- PMN/SNUR-Prozesse anpassen
- CBI-Ansprüche prüfen
- Regulatorische Reformen beobachten
2026 wird ein Schlüsseljahr für TSCA-Compliance. Wer früh reagiert, minimiert Risiken und bleibt handlungsfähig.
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