Verstoß gegen CEPA wird teuer

CEPA

Das Kosmetikunternehmen Estée Lauder Cosmetics Ltd. wurde am 13. Januar 2026 vom Ontario Court of Justice mit einer Geldstrafe von 750.000 CAD belegt, nachdem es zwei Verstöße gegen das Canadian Environmental Protection Act (CEPA) eingestanden hatte. Dazu gehörten sowohl die unterlassene Meldung einer „significant new activity“ als auch die Nichtbefolgung einer behördlichen Compliance‑Order.

Weshalb die Strafe verhängt wurde

Im Zuge einer Routineinspektion im Mai 2023 stellten kanadische Umweltbehörden fest, dass Estée Lauder Eyeliner mit Perfluorononyl Dimethicone verkaufte – einer zu den PFAS („Forever Chemicals“) gehörenden Substanz, die besonders langlebig ist und potenzielle Umwelt‑ und Gesundheitsrisiken birgt. Die Nutzung solcher Stoffe gilt als „significant new activity“ und muss vorab der Regierung gemeldet werden. Estée Lauder kam dieser Pflicht nicht nach.

Folgen für das Unternehmen

Neben der hohen Strafe verpflichtete das Gericht Estée Lauder dazu,

  • seine Aktionäre über die Verurteilung zu informieren,
  • und das Unternehmen wird in das Environmental Offenders Registry aufgenommen – Kanadas Register für Umweltverstöße.

Die Strafe fließt in den Environmental Damages Fund, der Projekte zur Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme unterstützt.

Warum dieser Fall wichtig ist

  • PFAS stehen weltweit unter stärkerer Regulierung, und Behörden setzen vermehrt auf Transparenz und Produktkontrolle.
  • Nicht nur Kosmetikhersteller riskieren hohe Strafen und Reputationsschäden, wenn sie Inhaltsstoffe nicht korrekt melden.
  • Verbraucher achten zunehmend auf schadstofffreie Produkte, wodurch Fälle wie dieser deutlich an Aufmerksamkeit gewinnen.

Fazit

Der Fall zeigt, wie streng Kanada inzwischen gegen PFAS‑Verstöße vorgeht. Für internationale (Kosmetik-)Hersteller ist dies ein deutliches Signal, dass Transparenz, Produktprüfung und rechtzeitige Behördenmeldungen unverzichtbar sind, um teure Sanktionen und Reputationsschäden zu vermeiden.

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Hier können Sie die Meldung der Kanadischen Regierung nachlesen.