Digitaler Produktpass: Jetzt wird es konkret

DPP

Der Digitale Produktpass (Digital Product Passport, DPP) entwickelt sich von einer regulatorischen Ankündigung zum konkreten Umsetzungsprojekt für Unternehmen in Europa.

Mit dem Aufbau des zentralen EU-DPP-Registers und der Veröffentlichung einer eigenen Informationsplattform der Europäischen Kommission sind wichtige Grundlagen geschaffen worden. Der DPP wird schrittweise für verschiedene Produktgruppen eingeführt und soll Informationen über den gesamten Produktlebenszyklus digital verfügbar machen – von Materialien und CO₂-Fußabdruck über Reparierbarkeit bis hin zu Recycling- und Compliance-Daten.

Besonders relevant:
✅ Ab Februar 2027 wird der Batteriepass für bestimmte Batterieklassen verpflichtend.
✅ Textilien, Eisen & Stahl, Aluminium, Möbel sowie verschiedene Elektro- und Haushaltsgeräte gehören zu den priorisierten Produktgruppen des ESPR-Arbeitsplans 2025–2030.
✅ Die ersten europäischen Standards für den Digitalen Produktpass werden bereits veröffentlicht und konkretisieren die technische Umsetzung.

Aus unserer Sicht wird die größte Herausforderung nicht der QR-Code auf dem Produkt sein – sondern die Verfügbarkeit, Qualität und Vernetzung der erforderlichen Produkt- und Lieferkettendaten. Unternehmen sollten deshalb bereits heute ihre Datenlandschaft, Stammdatenprozesse und Traceability-Konzepte auf den Prüfstand stellen.

Wer sich einen Überblick über Ziele, Funktionsweise und den Umsetzungsstand verschaffen möchte, findet auf der neuen Seite der Europäischen Kommission hilfreiche Informationen: Digital Product Passport – Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs

Der Digitale Produktpass ist nicht nur ein Compliance-Thema – er wird zum Enabler für Transparenz, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Wertschöpfung.

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